Asyl-Bezahlkarte gibt es bald auch im Landkreis Bamberg

Vier bayer. Kommunen haben die Bezahlkarte bereits, nun kommen 15 weitere dazu – darunter auch der Lkr. Bamberg. Die Staatsregierung lobt den im März gestarteten Pilotversuch.

Bis Ende Juni 24 soll die Bezahlkarte bayernweit eingeführt sein

Das Pilotprojekt zur bayerischen Bezahlkarte für Flüchtlinge und Asylbewerber wird auf 15 weitere Kommunen ausgeweitet – darunter auch die Großstadt Augsburg oder der Landkreis Nürnberger Land. “Bis Anfang Mai werden 15 weitere Kommunen aus allen Regierungsbezirken die Bezahlkarte vor Ort einführen”, wird Innenstaatssekretär Sandro Kirchner in verschiedenen Medien zitiert. Nach und nach werde in den nächsten Wochen dann die Bezahlkarte in den weiteren Landkreisen und Städten zum Einsatz kommen. Bis zum Ende des zweiten Quartals soll sie bayernweit eingeführt sein.

Seit dem 21. März gibt es in mehreren Landkreisen und in der kreisfreien Stadt Straubing die Bezahlkarten.(> Webz v. 22.3. “Bayern macht tempo:  Bezahlkarte für Asylbewerber”) Seither wurden in den vier Kommunen 1.818 aktivierte Bezahlkarten ausgegeben.

Staatssekretär Kirchner spricht von einer sehr erfolgreichen Testphase. “Wir verfolgen mit der bayer. Bezahlkarte zwei Ziele: Wir wollen irreguläre Migration begrenzen, indem wir Zuzuganreize senken, und wir wollen unsere Kommunen entlasten”, sagt er. Er freue mich sehr, dass die Resonanz vor Ort so positiv ausfalle und dass bereits zahlreiche weitere Landkreise und Städte eine zeitnahe Einführung der Bezahlkarte nachgefragt haben.

Bezahlkarte funktioniert in allen Geschäften die eine Mastercard akzeptieren

Nach den Worten Kirchners seien bisher keine nennenswerten Schwierigkeiten aufgetreten. “Auch in der Praxis läuft bislang alles reibungslos – hier macht sich auch bezahlt, dass unsere Bezahlkarte an ein vorhandenes Debitkartensystem anknüpft und so in Geschäften ohne Anpassungsbedarf seitens der Händler eingesetzt werden kann.”

Mit der Bezahlkarte kann in allen Geschäften, die Mastercard akzeptieren, eingekauft werden. Was aber oft in kleineren Läden nicht möglich ist, weil dort nur bar gezahlt werden kann. Bis zu 50 € pro Person und Monat können bar abgehoben werden. Die Pilotkommunen sollen ebenfalls eine positive Bilanz ziehen. Die erhoffte Verwaltungsvereinfachung sei eingetreten, auch das Bezahlen mit der Karte funktioniere gut. 

Mit der Bezahlkarte soll der Missbrauch von Leistungen und in der Konsequenz auch die Zuwanderung begrenzt werden. Der den Menschen nach dem Asylbewerber-Leistungsgesetz zustehende Betrag, der bisher bar ausgezahlt wurde, wird dort nun über die Bezahlkarte geleistet. 

Verbände wie der bayer. Flüchtlingsrat bezweifeln allerdings, dass Flüchtlinge wegen der Geldleistungen nach Deutschland kommen und während ihres Verfahrens nennenswerte Beträge an ihre Familie ins Ausland überweisen.

Geschrieben: -mdw; veröffentlicht: 18.04.24; Bilder v. webzet (Titelbild ist i.d.R. Symbolfoto); BildNw:

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7 Gedanken zu “Asyl-Bezahlkarte gibt es bald auch im Landkreis Bamberg

  1. Bevormundung ist in jenen Kreisen, die genau das seitens Anderer ständig unterstellen, schon en vogue. Wenn’s die Richtigen trifft.

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  2. Jetzt wollen wir mal hoffen, dass so wie andere Kommunen verkünden die erhoffte Verwaltungsvereinfachung eintritt und auch das bezahlen mit der Karte gut funktioniert. Das die betroffenen Flüchtlinge nicht begeistert sind kann ich mir gut vorstellen. Aber Deutschland kann nicht weiter das Weltsozialamt sein.

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    1. …ich verbitte mir den Unterton über die Grünlichen…die sind schlauer, als Sie und können sogar den Furz im Dunklen riechen…

      Und was den anderen angeht und dem Stromausfall: wer fährt den die kritische Infrastruktur zurück, damit in diesem Land nichts mehr funktioniert?

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  3. Ja Mensch, was machen die denn wenn die 50€ aufgebraucht sind und der Strom ist ausgefallen oder beim Bäcker kann man nur bar zahlen? Werden die dann auch überwacht wie viel sie im Bus mit der Karte zahlen? Fragen über Fragen…… 😉

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