Ungewöhnliches Verhalten 

Texte und Bilder auf den verschiedenen Social media-Plattformen haben ihr eigenes Format. Grundsätzlich ist es ratsam, eigentlich vertrauliche Mitteilungen dort nicht zu veröffentlichen.

CSU-Fraktionsvorsitzender stellt eigene Fraktion bloß

Zugegeben, die WebZBlog ist durch einen Kommentar zu ihrem Artikel “`Festa Italica` wird ein Nachspiel haben” v. 8. Juni 2024 darauf aufmerksam geworden.

Aber der Text ist tatsächlich öffentlich, weil er von jedem Facebooknutzer aufgerufen werden kann. Der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion Gerhard Seitz stellt eine “Frage an die Fraktionsvorsitzenden von Grünes Bamberg”, und bittet darum, “doch bis Montag-Abend, den 10.6., das Fraktionsmitglied (evtl. auch die Mitglieder) zu benennen, das die Pressemitteilung miterarbeitet und vor allem für die CSU-Fraktion freigegeben haben soll!” (Es handelt sich um die von der WebZet veröffentlichte Pressemitteilung von Grünen, CSU und SPD, die eingangs bereits genannt wurde). 

Dann gibt der CSU-Fraktionsvorsitzende Gerhard Seitz ein eigenes “Statement” zu dem Inhalt ab.  

Fraktion und Vorsitzender sind wohl nicht einer Meinung 

Er schreibt: “Ich bin überrascht von dem nicht abgestimmten Vorstoß. Als Wirtschaftspartei steht die CSU hinter dem Stadtmarketing und begrüßt in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass Anne Rudel dem Vorstand vom Stadtmarketing angehört. Dadurch wird das Thema Handel sicher noch mehr in den Focus des Vereins treten. Das Stadtmarketing berichtet, wie abgesprochen, einmal im Jahr über seine Aktivitäten, die von der Mitgliederversammlung festgelegt werden. Diese Berichterstattung hat die CSU-Fraktion korrekterweise angefragt, m. E. mit teils unglücklichen bzw. ungeschickten Formulierungen. Die CSU-Fraktion hat aktuell keine Gründe oder Beweise für gravierende Fehler und Verfehlungen, die finanzielle Foerderung durch die Stadt in Frage zu stellen.Nach Rücksprache mit meinen Stellvertretern und den übrigen Fraktionsmitgliedern erklären diese durchwegs, dass sie diese PM der Stadtratsfraktion von Grünes Bamberg  nicht mitverfasst und auch nicht für die CSU-Fraktion freigegeben hätten.

Allerdings soll es schon so gewesen sein, dass die CSU-Fraktion in ihrer Sitzung am 3.6.24 dieses Thema beraten hat und die von Grünes Bamberg veröffentlichte Pressemitteilung einstimmig gutgeheißen haben soll. Nur der Vorsitzende war nicht anwesend und hat sich vielleicht über das Handeln seiner Fraktionskolleginnen und – kollegen geärgert. Aus welchen Gründen auch immer. 

Geschrieben: -mdw; veröffentlicht: 10.06.24; Bilder v. webzet (Titelbild ist i.d.R. Symbolfoto); BildNw:

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3 Gedanken zu “ Ungewöhnliches Verhalten 

  1. Dass der Mann keine Ahnung hat, wie man eine politische Gruppe führt, war schon öfter zu hören. Er glaubt wohl, auch bei einem einstimmigen Votum seiner Fraktion trotzdem das letzte Wort zu haben. Wie lange wird sich die CSU-Fraktion das gefallen lassen?

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  2. In einer Zeit in der es wichtig wäre, dass demokratische Vertreter gemeinsam die Demokratie schützen, um uns den großen Themen der Zeit (Klimawandel & Change) mit aller Kraft zu widmen, wirkt so eine – wenn auch nur lokal wirkende – Posse, wie ein böser Ausblick in eine nicht allzu ferne Zukunft.
    Man möchte den handelnden Personen zurufen: „Redet lieber mit- als übereinander“ und ergötzt euch nicht in der öffentlichen Zurschaustellung eurer Egoismen im Kampf um Reichweite oder den Likes der eigenen Bubble.
    Politikverdrossenheit oder das Flüchten in demokratieferne Lager sind meist die Folge eines Gefühls, wenn sich das Volk von seinen Vertretern nicht mehr verstanden fühlt (weil diese eben nicht die echten Probleme angehen). Ich sehe hier nur Verlierer …

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  3. @Zu Seitz
    Wenn er nicht anwesend war, ist es halt so, aber wenn die Versammlung ev. auch nach einer Diskussion sich dieser Meinung angeschlossen hat und es ihm nicht passt, ist dies deshalb sein privates Problem!
    Fakt ist, dass es eine Studie der Bamberger Universität gibt, die zeigt, dass Sandmanns (oder wie auch immer er sich gerade nennt) Lärmevents der Bamberger Geschäftswelt schaden!
    Ebenso sollten man annehmen können, dass wenn dieser fremde Firmen beauftragt auch daraus noch Gewinn erzielt, was gegen §4.2 seiner eigenen Satzung widerspricht.
    Also sollte Seitz sich vom Stadtmarketing distanzieren, um nicht alle sein Wähler zu alternativen Parteien zu vergraulen!

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