Uni Bamberg: Zuwachs bei “harten” Fächern 

Die Zahl der Studierenden an der Universität Bamberg nahm in den vergangenen Jahren stetig ab. Ihre Zahl sank von 12.737 im Wintersemester 2020/21 auf 10.999 im laufenden Wintersemester.

Kneipen und Wohnungsmarkt werden entlastet

Das Universitätsgebäude der Feldkirchenstraße.

Im Wintersemester 2013/14 waren es noch 13.470 junge Menschen, die an der Otto-Friedrich-Universität studierten. Für das laufenden Wintersemester gab es mittlerweile nur noch 10.999 Einschreibungen. Die Gründe für diese Entwicklung liegen nicht nur in der Demografie. Die Zeiten, als doppelter Abiturjahrgang und die Generation der Boomer-Kinder die Hochschulen füllten, sind vorbei. Die Folgen dieser Entwicklung gehen auch an der Bamberger Universität nicht spurlos vorbei. Studierten  im Wintersemester 2013/14 noch 13.470 junge Menschen an Bambergs Uni, so ist deren Zahl im laufenden Wintersemester auf mittlerweile 10.999 gesunken. Dieser Verlust macht  sich in der Stadt Bamberg bemerkbar. Nicht nur in den Kneipen, sondern besonders auf dem studentischen Wohnungsmarkt. 

Ausbau der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik

Vielen Bambergern ist noch in Erinnerung, als in der Stadt und Umgebung der Notstand bei den Unterkünften für Studierende ausgerufen wurde. Das ist längst vorbei. Im Gegenteil, mittlerweile gibt es ein Überangebot an “Studentenbuden”. Anfang Dezember 2023, das Wintersemester ist längst angelaufen, gibt es auf dem Portal „WG gesucht“ freie Wohnheimplätze in Bamberg in Hülle und Fülle. Allerdings ist das bei den immer noch gepfefferten Mietpreisen zwischen 300 und 600 € kein Wunder. Freilich schafft das keine Entlastung bei dem dauerhaft angespannten Wohnungsmarkt in der Stadt: Eine Studentenunterkunft ist noch lange keine Wohnung. 

In den Uni-Gebäuden auf dem ehem. Erba-Gelände werden vornehmlich die Informatikfächer gelehrt.
Unterricht in den Fächern Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik.

Bei  der Universität ist man allerdings zuversichtlich, dass die Talsohle bei den Studierendenzahlen in Bamberg erreicht ist. Mittlerweile habe sich die Zahl der Ersteinschreibungen  wieder stabilisiert. Insbesondere die neuen Angebote der Universität zeigen Wirkung und stimmen optimistisch. So die Einrichtung des Studiengangs Strategie und Nachhaltigkeit sowie der kräftige Ausbau der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik.

Die Universität Bamberg würde mit dieser Entwicklung ihrem “außeruniversitären” Ruf entgegenwirken, an ihr gäbe es zu viele “weiche” Studienfächer. Ein Ausgleich mit den sog. “harten” Fächern könnte aus Sicht außeruniversitärer Betrachter der Universität und der Stadt Bamberg sehr zuträglich sein.

Geschrieben: -mdw; veröffentlicht: 9.12.23; Bilder v. webzet (Titelbild ist i.d.R. Symbolfoto); Bildnw: 

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9 Gedanken zu “Uni Bamberg: Zuwachs bei “harten” Fächern 

  1. Man muss nicht immer unbedingt einen Universitätsabschluss haben, um einen interessanten, verantwortungsvollen und gut bezahlten Beruf zu bekommen. In meinem Umfeld kenne ich einige junge Leute, die nach dem Abitur oder Fachabitur bewusst auf ein jahrelanges Studium verzichteten und ihre berufliche Zukunft mit einer Ausbildung in Industrie, Handel, Handwerk oder öffentlichen Dienst fanden. Bereut hat es bislang keiner .

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  2. In Bamberg gibt es insgesamt zu viele Studenten. Wenn eine gewisse Reduzierung bei den “Orchidee”-Fächern zugunsten einiger “harter” Fächer stattfinden würde, dann könnte die Stadt im Positiven profitieren.

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    1. Lieber Superbus, ich bin ein Student eines sog. Orchideenfaches und kann Ihnen sagen, dass diese Fächer regelmäßig Mangel haben, Studenten oder wissenschaftlichen Nachwuchs überhaupt zu finden. Gerade aber diese kleinen Fächer machen Bamberg als Universitätsstadt aus, da nicht nur Lehrämtler und BWLer, die Stadt und ihre Kultur bevölkern und Bambergs akademische Expertise gerade bei den kleinen Fächern international gefragt ist! Es sollten bei weitem nicht alle Turkologie oder Digitale Denkmaltechnologien studieren, aber beispielsweise hilft gerade letzteres dabei, die Notre Dame wieder aufzubauen.

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  3. Die Wohnraumsituation wird sich entspannen. In 15 bis 20 Jahren. Möglicherweise schon vorher. Sobald diejenigen weggestorben sind, die besonders viele Qm p. P. blockieren.

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    1. Keine Sorge, die Situation entspannt sich nicht. Da warten schon ca. 2 Mio Flüchtlinge und Asylanten drauf, die haben auch meist 3 Kinder plus.Dazu gibt es gerade eine neue Statistik von der Bundesagentur für Arbeit zu.
      Ansonsten schaffen stetig steigende Bauverordnungen die nötige Teurungsrate.
      Im Klartext Abriss, wie z.B. in der Mittelbachstraße, bzw. Ersatz durch doppelt so große Wohnungen, dafür halb so viele wie vorher und auch noch drei-/viermal so teuer.

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      1. Die Mittelbachstraße taugt nicht als Beispiel. Glauben sie nicht alles was rumerzählt wird. Ein Bekannter wohnte übergangsweise in den alten Hütten. Küche und Bäder in der Größe eines WC. Durch die Ziegel wehte im Winter der Schnee in den Dachboden. Räumhöhen eher für Pygmäen geeignet. Keine Dämmung und alte Kunststoffenster.
        Aber ansonsten haben Sie in den anderen Dingen recht. Ohne die Säuberung der Bauordnungen von, durch Lobbyorganisationen eingebrachte, schwachsinnige Vorgaben wird es in Zukunft keinen bezahlbaren Wohnraum geben.
        Aber wer soll das machen?

    2. Es sind einfach zu viele, die nicht in die Stadt “gehören”. Nicht die Bewohner sind das Problem, sondern der Zuzug. Ich glaube nicht, dass wir jedem Dahergelaufenen mehr oder minder barbarischer Provenienz oder noch mehr Studenten mehr Raum geben müssen, am besten noch unentgeldlich. Ganz im Gegenteil! Ein erhöhter (Selektions)druck könnte z.B. bei den zu vielen Studenten zu einem Ausweichen auf eine Ausbildung führen. Die unsägliche Werbung, die Universitäten und diverse Hochschulen für angewandten Firlefanz und artificial Kokolores machen, sollte fast untersagt werden.
      Die Projektion Ihrer unterschwelligen Todessehnsucht in Zusammenhang mit älteren Menschen, v.a. Männern, wäre vielleicht besser mit einem Psychoanalytiker zu besprechen. Tell me about your father! 😉

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    3. Ich finde Ihre spezielle Art zu formulieren mittlerweile extrem nervend. Nicht jeder Michel, der älter und weniger beweglich ist, ist selbst schuld daran. Und es mag durchaus sein, dass Sie das in einigen Jahren am eigenen Leib feststellen müssen. Ich wünsche es Ihnen nicht. Im übrigen: bedenken Sie, dass manchmal auch die wegsterben, die besonders wenig qm p. P. blockieren – um bei Ihrer Menschen verachtenden Wortwahl zu bleiben.

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