Asylsuchende erhalten künftig kein Bargeld mehr

Zwei Landkreise in Oberfranken gehören zu den ersten in ganz Bayern, in denen Asylsuchende künftig statt Bargeld eine Bezahlkarte bekommen. Ab Mitte Mai auch im Landkreis Bamberg. 

In ganz Bayern führen zunächst 15 Kommunen die Bezahlkarte ein

Bereits seit Ende April ist im Landkreis Hof die neue Bezahlkarte für Asylsuchende im Umlauf. Die Ausgabe des neuen Zahlungsmittels soll bislang reibungslos verlaufen. Neben Hof nimmt in Oberfranken jetzt auch der Landkreis Bamberg an dem Pilotprojekt  teil. In ganz Bayern sind es mittlerweile 15 Kommunen – ursprünglich waren es vier.

Laut einer Pressemitteilung will das Landratsamt Bamberg noch im Mai die Bezahlkarte für Asylsuchende einführen. „Wir werden damit beginnen, das neue Zahlungsmittel in der zweiten Maihälfte zu verteilen“, informierte Landrat Johann Kalb in dieser Woche die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der 36 Landkreisgemeinden.

Die Bezahlkarte ist bei allen Geschäften einsetzbar, die Mastercard akzeptieren

In einer ersten Phase werden die Asylsuchenden aus einem Drittel der Gemeinden die Bezahlkarte erhalten. Insgesamt werden rund 1100 Asylsuchende im Landkreis Bamberg das neue Zahlungsmittel bekommen.

Die Bezahlkarte ist bei allen Geschäften einsetzbar, die Mastercard akzeptieren. Überweisungen oder Online-Käufe sind gesperrt. Die Abhebung von Bargeld ist auf einen Betrag von 50 € pro Monat und Person begrenzt.

Mit der Bezahlkarte soll der Missbrauch von Leistungen und infolgedessen auch der Anreiz für Asylbewerber begrenzt werden, nach Deutschland zu kommen. Der den Menschen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zustehende Betrag, der bisher bar ausgezahlt wurde, wird künftig über die Bezahlkarte geleistet.

Geschrieben: PM LrA Bbg-mdw; veröffentlicht: 14.05.24; Bilder v. webzet (Titelbild ist i.d.R. Symbolfoto); BildNw: WebZ

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4 Gedanken zu “Asylsuchende erhalten künftig kein Bargeld mehr

  1. Und die mit der Karte erworbenen Waren sind nicht aufs Einfachste konvertibel in Bargeld? Jetzt profitiert halt noch zusätzlich ein Zahlungsdienstleister von der Migrationsindustrie. Die Dummheit derer, die uns lenken und derer, die diesen Kurs gut finden, kennt keine Grenzen.

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  2. Gut für den LKR, schlecht für die Stadt. Follow-the-money versteht man auch in Molwanien, Absurdistan, aber nicht in Berlinien und noch weniger in Bambergruenien.

    So kann man den Container in Zapfendorf abbauen und im Hain, auf der Fuchsenwiesen oder am Schiffbauplatz wieder aufstellen.

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  3. Mir an deren Stelle wäre das völlig wurscht. Macht in der Praxis keinen Unterschied. Mit wenig Geld kauft man so oder so vor allem Lebensmittel, und zwar dort, wo MasterCard standardmäßig akzeptiert wird.

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  4. Jetzt warten wir doch mal die Ergebnisse ab. Und dann werden wir auch sehen, ob die Stadt Bamberg sich auch zu so einem Schritt durchringen kann.

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