Diskussion um`s Deutschlandticket 

Das Deutschland- oder 49€-Ticket entpuppt sich immer mehr als teurer Flop. Der erhoffte Umstieg von Menschen auf den ÖPNV jedenfalls ist nicht gelungen. Das Ticket kostet 3 Mrd € Subventionen/a.

Kommunen klagen über Zahlungsmoral für die Folgekosten

Das Deutschlandticket ist ein teurer Flop vor allem für die Menschen im ländlichen Raum. Denn 80 Prozent der Abonnenten wohnen in Städten. Also dort, wo der ÖPNV ohnehin schon eine Alternative zum Auto ist. Es macht wenig Sinn ein Deutschlandticket zu kaufen, das es einem ermöglicht, überall in Deutschland Bus zu fahren, wenn der Bus im eigenen Dorf nun zwei mal täglich fährt.

Die Debatte um das Deutschlandticket wird mittlerweile kontrovers geführt. Es geht nicht nur um die notwendigen hohen Subventionen, sondern auch darum, wie sich das Ticket langfristig auf den Nahverkehr und die Mobilität in Deutschland auswirken wird. Denn die Nahverkehrbranche war zwar dem politischen Willen zur Einführung des 49€-Tickets gefolgt. Doch die versprochenen Ausgleichszahlungen kommen weiter nicht in den Kommunen an. Die Finanzierung des Deutschlandtickets durch Bund und Länder ist mit hohen Kosten verbunden. Es wird befürchtet, dass diese Kosten zu Lasten anderer wichtiger Bereiche wie Bildung oder Infrastruktur gehen könnten. 

Schlechtes Vorbild Berlin

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Befürchtung, dass das Deutschlandticket zu einer Überlastung des Nahverkehrs führen könnte, insbesondere in Ballungsgebieten. Schließlich wird mangelnde Gerechtigkeit kritisiert, weil einerseits Vielfahrer vom Deutschlandticket besonders profitieren, es für Wenignutzer und Geringverdiener aber keine Entlastung darstellt.

Die Diskussionen drehen sich wesentlich darum, den Preis des Deutschlandtickets anzuheben, um die Finanzierungskosten zu decken. Dazu könnte eine regionale Differenzierung des Preises vorgenommen werden, um die unterschiedlichen Kostenstrukturen in den Bundesländern zu berücksichtigen. Das Deutschlandticket könnte in Zukunft auch für weitere Verkehrsmittel wie Fernzüge oder Fähren gelten – bei einer entsprechenden Preiserhöhung.

Als schlechtes Vorbild erscheint Berlin. Dort wurde der Preis für das Deutschlandticket einseitig auf 29 € gedrückt. Gleichzeitig fordert man die Aussetzung der Schuldenbremse, weil das Land Berlin bereits mit rd. 60 Mrd € verschuldet ist.

Geschrieben: -mdw; veröffentlicht: .07.24; Bilder v. webzet (Titelbild ist i.d.R. Symbolfoto);

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2 Gedanken zu “Diskussion um`s Deutschlandticket 

  1. Früher hieß es ja, die Leute auf dem Land seien fitter als in den Städten. Heute ist das nicht mehr so. Kein Wunder, wenn man alles mit dem PKW macht, ohne die Ernährung anzupassen. Ein Deutschlandticket mag da nicht helfen. Aber vielleicht eine Landgaststätten- und Biergartenverordnung, die besagt, dass das Schäuferla ohne Klöße ausgereicht werden muss.

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  2. Von wegen “für Wenignutzer und Geringverdiener aber keine Entlastung darstellt”. So wie ich es erlebe sind Krethi und Plethi, die nicht mehr oder noch nie gearbeitet haben und dies auch nie tun werden, ohne Sinn und Verstand unterwegs.

    Man kann zwischen den Ballungszentren eigentlich nicht mehr zweiter Klasse fahren, weil die Züge voll sind mit zum Selbstzweck reisenden Deutschlandticket-Sozial-Leuten und latürnich auch Studenten, die auch wie die Irren hin und her fahren. Wieso die das Ding noch günstiger bekommen, ist vollkommen unklar. Semesterticket am Studienort reicht doch völlig aus.

    Man sehnt sich nach entweder nach einer dramatischen Preiserhöhung ohne Sozialklauseln oder einem 299€-1.-Klasse-Ticket.

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