Fehlschlag »Zeit grüner Euphorie« geschuldet

Nachdem die ÖPNV-Offensive im Landkreis Bamberg gescheitert ist, werden im Rahmen einer Notvergabe die bestehenden Buslinien im Landkreis sowie die Stadt-Umland-Verkehre fortgeführt.

Vorübergehendes Konzept auf Basis des Status Quo

Mit  einer “ÖPNV-Offensive” wollte der Landkreis Bamberg den Busverkehr voranbringen. Doch die geplante Neuorganisation des Busverkehrs endete im Fiasko, weil die Kosten explodierten. Der Kreistag beschloss, eine Notlösung zu finden, um zunächst einmal den Status quo zu sichern. Die Zusammenarbeit mit dem Busbetrieb der Stadtwerke Bamberg (Verkehrs- und Park GmbH) musste neu definiert werden. In mehreren Sitzungen einer interfraktionellen Arbeitsgruppe ÖPNV und in Gremien des Landkreises wurde letztlich festgelegt, dass es zum einen zu einer Interimsvergabe im regionalen ÖPNV auf Basis des Status Quo-Angebots kommen soll und zum anderen der Busbetrieb der StWB weiterhin alle bisher angebundenen Gemeinden auch weiterhin bedienen soll. Das bestehende Angebot soll dann ab dem 01.08.2024 aufrecht erhalten werden und für die Dauer von vier Jahren bis zum 31.07.2028 gelten.

Zu einer Angebotsverbesserung des regionalen ÖPNV im Rahmen eines neuen Konzepts soll es erst zum 01.08.2028 kommen.

Ziel einer “Verkehrswende” aus den Augen verloren

Über die Entwicklung der Situation und die Rolle der Verkehrs- und Park GmbH der StWB (Busbetrieb) wurde dem Mobiitätssenat des Stadtrates in seiner seiner Sitzung am 18.6.24 berichtet. Zu dem von Peter Scheuenstuhl, dem Abteilungsleiter der Verkehrs- und Park GmbH, vorgetragenen Bericht gab es mehrere Wortmeldungen. Der Sprecher von Grünes Bamberg, Christian Hader, verlangte bei der Gemeinschaftsarbeit   »größer zu denken«, und die »Chance für die Bildung eines Zweckverbands oder Regionalverbands zu nutzen«. CSU-Sprecher Gerhard Seitz stimmte solchen Überlegungen zu, äußerte aber die Kritik, dass der Fehlschlag bei der “ÖPNV-Offensive” auf eine »Zeit grüner Euphorie« zurückzuführen ist. 

Auf eine zentrale Auswirkung des Fehlschlags der ÖPNV-Offensive des Landkreises gingen Heinz Kuntke (SPD) und Heinrich Schwimmbeck (BALi) ein. Schwimmbeck kritisierte, dass die Verwaltung schon zum wiederholten Mal nicht auf die “Schlüsselmaßnahme S-11 des Verkehrsentwicklungsplans” der Stadt Bamberg eingegangen sei. Diese Maßnahme verlange einen »Qualitätsschub beim regionalen und städtischen ÖPNV«. Was bedeutet, dass es auch Vorschläge zur Neugestaltung des städt. Busnetzes geben soll, mit dem Ziel, die Stadt Bamberg vom motorisierten Individualverkehr zu entlasten. Dieses Ziel sei im Zuge der vor wenigen Jahren gewünschten »Verkehrswende« so definiert worden. 

Peter Scheuenstuhl antwortete darauf mit der Frage, »wie ein solch gewünschtes neues ÖPNV-Konzept in der Stadt Bamberg finanziert werden soll?«

Geschrieben: -mdw; veröffentlicht: 19.06.24; Bilder v. webzet (Titelbild ist i.d.R. Symbolfoto); 

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