Neues Quartier um das EON-Hochhaus 

Lui One heißt das Projekt, das in der Luitpoldstraße entstehen soll. Das Vorhaben sieht sowohl die Umnutzung und Aufstockung von Bestandsgebäuden, als auch eine ergänzende Nachverdichtung vor. 

Es wird im Bestand gearbeitet statt abgerissen 

Das Plangebiet liegt nahe des Bahnhofs zwischen der Ludwigstraße, Luitpoldstraße, Heiliggrabstraße und Klosterstraße und hat eine Gesamtfläche von ca. 0,85 ha. Bei dem Areal handelt es sich um das ehem. E.ON-Gelände, dessen Bestandsgebäude derzeit von zahlreiche Dienstleistungen, Büros sowie auch Teile der städtischen Verwaltung Mieter genutzt werden. In der Sitzung des Bausenat am 3.6.24 hat das Projekt der Bayerische Gesellschaft für Wohneigentum Projekt Erlangen GmbH & Co. KG eine wesentliche Hürde genommen. Mit der Zustimmung des Bausenats zum Bebauungsplan wird laut den Worten von Lui-One-Geschäftsführer Alexander Gleußner in die  Phase 3 gestartet. Dem Geschäftsführer betonte nachdrücklich, dass weiterhin mit dem Bestand gearbeitet statt abgerissen wird. Die Entwürfe hatten bereits im Stadtgestaltungsbeirat breite Zustimmung gefunden. 

Das geplante neue Viertel Lui One um das ehem. Eon-Haus in der Luitpoldstraße nahe am Bahnhof. BildNw: Bayer. Gesellsch. für Wohneigentum Invest mbh & Co.KG

Von den geplanten rd. 150  neuen Wohnungen sollen rd. 38 in einem Wohnheim für “Pflegekräfte in der Ausbildung” entstehen. Weitere Bauvorhaben sind mehrere Einheiten für Gewerbe, Büros, Gastronomie, Kindergarten und -krippe, Ärztehaus und Praxen.

Für das Projekt ist viel Grün vorgesehen, sogar auf Dächern und Fassaden. Daneben auch Photovoltaik. Zudem wird Wert auf bezahlbaren Wohnraum gelegt, heißt es im Sitzungsvortrag der Stadtverwaltung. Die genauen Regelungen zur Anwendung der Sozialklausel werden erst im Durchführungsvertrag getroffen.

Keine Baudenkmäler innerhalb des Geltungsbereichs

In der Nähe zum Geltungsbereich des Bebauungsgebietes liegen einige Baudenkmäler: Heiliggrabstraße 12 (Wohnhaus, zweigeschossiger traufständiger Mansarddachbau, 18./19. Jh.), Luitpoldstraße 45 und 47 (Mehrfamilienwohnhaus, Doppelhaus, dreigeschossiger Mansarddachbau mit aufwendig gestaltetem Giebel, in Anlehnung an niederländische Barockformen, historistisch, 1892/93) und Luitpoldstraße 39 (Wohn- und Geschäftshaus, zwei- und dreigeschossiger Satteldachbau in Ecklage, 1861). Innerhalb des Geltungsbereichs befinden sich keine Baudenkmäler.

Dennoch ist der gesamte Geltungsbereich Teil des Stadtdenkmals Altstadt Bamberg. Außerdem erstreckt sich ein Bodendenkmal (u.d. Siedlung vorgeschichtlicher Zeitstellung sowie untertägige Siedlungsteile des Mittelalters). Bodeneingriffe sind daher im Vorfeld mit den zuständigen Fachbehörden abzustimmen und benötigen eine gesonderte denkmalrechtliche Erlaubnis gem. Bayerisches Denkmalschutzgesetz (BayDschG).

Geschrieben: -mdw; veröffentlicht: 5.07.24; Bilder v. webzet (Titelbild ist i.d.R. Symbolfoto); BildNw: BGW

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2 Gedanken zu “Neues Quartier um das EON-Hochhaus 

  1. “Lui One” kommt das von “Louis ohne Kopf” oder was?
    Denn nur der Kopf- und somit Hirnlose lässt sich von den Photoshop-Baamla blenden.

    Leck mich fett, noch ein Betonier-Quartier!
    Damit in sündteuren Schachteln noch mehr Verblendete hausen dürfen, deren sehnlichst Begehr in Bamberg zu wohnen, koste es was es wolle, und sei es das Klima und das Bild der Stadt.

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