Austritte aus der Katholischen Kirche

Die Südwest Presse bedauert diese Entwicklung: „Neben internen Gründen wie ausstehenden Reformen und den Nachwehen der Missbrauchsverbrechen zeigen die Zahlen auch die voranschreitende Säkularisierung und Individualisierung. Die Zeit, da ein Kirchenaustritt noch mit einem Makel behaftet war, ist vorbei. Kirchen leben von Überzeugung, freiwilliger Mitgliedschaft – und vom Engagement. Das heißt aber nicht, dass der Mitgliederabbruch ohne Folgen für die Gesellschaft ist. In vielen karitativen Einrichtungen des Landes steckt Geld von Kirchensteuerzahlern. Und auf ebenso vielen Feldern engagieren sich unzählige Ehrenamtliche. Wer also mit Schadenfreude auf die Zahlen blickt, wird bald schon erfahren, um wie viel nüchterner – auch kälter – das Land ohne starke Kirchen ist“, mahnt die Südwest Presse aus Ulm.

Die Augsburger Allgemeine argumentiert ähnlich: „Aller Kritik an den Kirchen zum Trotz: Eine zunehmend polarisierte, krisengeschüttelte Gesellschaft ist auf Instanzen wie die Kirchen angewiesen. Welche Instanz kann denn überhaupt noch Orientierung bieten, vermitteln, moderieren, zur Mäßigung aufrufen oder die Einhaltung von Tabus anmahnen? Die Kirchen schleppen ihren eigenen Ballast mit sich und haben massiv Glaubwürdigkeit eingebüßt, das ist wahr. Aber sie stützen sich auf das Evangelium. Dessen Botschaften haben nichts an Relevanz verloren.“

(dlf, 28.6.24)

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3 Gedanken zu “Austritte aus der Katholischen Kirche

  1. Die Kirchen, lutherisch wie katholisch, springen doch gedankenlos auf jeden Zeitgeistzug auf, egal ob Corona-, Klima- oder Genderwahn. Vielerorts hört man auch parteiische Statements was den Ukrainekrieg angeht.
    Die Kirchen in Deutschland haben ihren Markenkern verloren, weil sie glauben mit jeder Mode mitschwingen zu müssen. Sie bieten, von einigen “Extremgruppen” abgesehen, keinerlei moralisch-ethischen Fixpunkt mehr. Der Untergang ist verdientermaßen selbstverursacht.

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