Deal im Prozess gegen Automaten-Sprenger rückt näher

16 mutmaßliche Geldautomaten-Sprenger stehen in Bamberg vor Gericht. Der in der John-F.-Kennedy-Halle durchgeführte Prozess ist einer der größten je in Bamberg verhandelten. 

Beweisaufnahme nach Verständigung erheblich verkürzt

Die John-F. Kennedy-Halle wird für die Durchführung des Mammutprozesses gebraucht.

16 mutmaßliche Geldautomaten-Sprenger stehen in Bamberg vor Gericht. Die Täter sollen 30 Automaten gesprengt und Beute von mehr als 3,3 Mio € gemacht haben. Eigentlich plante die Justiz einen langen Prozess bis 2026. Jetzt deutet sich ein rasches Ende an. 

Laut einer Mitteilung des Landgerichts Bamberg, habe man bislang mit 13 der 16 Angeklagten eine Verständigung erzielt. Der sog. Deal sieht vor, dass sich die Angeklagten weitreichend zu den Vorwürfen äußern. Im Gegenzug einigten sich Gericht, Angeklagte und Staatsanwaltschaft auf eine Ober- und Untergrenze für die Freiheitsstrafen. Damit könnte das als Mammut-Prozess gestartete Verfahren deutlich früher enden als geplant. Ursprünglich waren zahlreiche Termine bis Januar 2026 festgelegt worden.

Für die Staatskasse eine deutliche Einsparung

Den 16 Männern aus den Niederlanden und Belgien wirft die Staatsanwaltschaft vor, dass sie viele Geldautomaten in ganz Deutschland, vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, gesprengt haben, um an das Bargeld zu kommen. Das Vorgehen gleiche “mafiösen Strukturen”, hieß es in der Anklageschrift. Da die Ermittler den Angeklagten im Alter zwischen 23 und 43 Jahren auch Fälle in Zapfendorf und Forchheim in Oberfranken zur Last legen, wird der Fall in Bamberg verhandelt. Die Räume am Bamberger Landgericht sind für die 16 Angeklagten, ihre Verteidiger und Dolmetscher allerdings zu klein, deshalb wurde der Prozess in die John-F.-Kennedy-Halle auf dem Gelände der Bundespolizei verlegt.

Für den Prozess muss ein immenser Aufwand betrieben werden. Die Angeklagten müssen zu den Verhandlungen aus verschiedenen Gefängnissen in ganz Bayern nach Bamberg gebracht werden – begleitet von vielköpfigen Polizeikräften. Die mutmaßlichen Täter sind derzeit u.a. in Bamberg, Hof, Nürnberg, Schweinfurt, Weiden und Würzburg untergebracht. 

Eine Verkürzung des Prozesses würde für die Staatskasse eine deutliche Einsparung bedeuten – allein was die Mietkosten für die J.F.K.-Halle betrifft.

Geschrieben: -mdw; veröffentlicht: 09.07.24; Bilder v. webzet (Titelbild ist i.d.R. Symbolfoto); BildNw:

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